Aktuelle Lebensbedingungen in Syrien

Der tägliche Alltag der syrischen Bevölkerung spielt sich 2015, über vier Jahre nach Ausbruch des zu Beginn noch zivilen Aufstands, mehr denn je in unbeschreiblichem Elend, Terror und gnadenloser Zerstörung ab, ist von Vertreibung, Hoffnungslosigkeit und großem Verlust geprägt. Das syrische Regime verweigert zudem jeglichen Zugang zu medizinischer und humanitärer Hilfe.

Das UN-Flüchlingshilfswerk UNHCR spricht von dem „größten humanitären Notfall unserer Zeit“.

Die jüngste Resolution 2165 über den Zugang für humanitäre Hilfe in Syrien, die Juli 2014 vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedet wurde, sollte den UN- Organisationen ermöglichen, dringendst benötigte Hilfe v.a. in schwer zugängliche Gebiete Syriens zu bringen, ohne hierfür die Zustimmung der Regierung Syriens einholen zu müssen.

Doch die Resolution ist ohne Wirkung geblieben, und die Zahl der notleidenden Syrer ist seitdem kontinuierlich gestiegen – und wächst täglich weiter.
In vielen Teilen des Landes dauern die verheerenden Kämpfe zwischen Regierungstruppen, regimetreuen Milizen und bewaffneten Oppositionsgruppen sowie Gruppen des ISIS an. Die Grundversorgung mit Nahrung, sauberem Wasser, angemessener Kleidung und medizinischer Behandlung ist für die syrische Bevölkerung immer schwerer zu gewährleisten.

Und als wäre das alles nicht genug, kündigt im Herbst 2014 auch noch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) aus Geldmangel Finanzierungskürzungen im Rahmen der Lebensmittelhilfe von knapp 50% an. Grund für diese Kürzungen sind mangelnde Spendengelder sowie die Nichteinhaltung von Absprachen von Regierungen und Hilfsorganisationen bzgl. Finanzierungshilfen.

Das World Food Programme benötigt sofortige Zuwendungen in Höhe von 339 Millionen US-Dollar, um den Nothilfeeinsatz in Syrien und den fünf Nachbarländern für die ersten drei Monate 2015 fortführen zu können.

Kinder

Die syrischen Kinder zahlen den höchsten Preis für den Konflikt in ihrem Land

Der andauernde Konflikt in Syrien scheint auch nach mehr als vier Jahren des Krieges kein Ende haben zu wollen. Millionen von Menschen sind, aus Angst um ihr Leben, auf der Flucht. Ganze Stadtteile sind völlig zerstört, Infrastruktur, Krankenhäuser und Schulen ebenfalls.

Die Lebenssituationen für diese Menschen sind sehr tragisch. Und es sind die Kinder, die am meisten darunter leiden. Vom Krieg und Gewalt sind sie zutiefst traumatisiert. Zur Schulbildung haben sie seit Jahren keinen Zugang mehr. Viele von ihnen sind elternlos geworden oder von ihren Familien abgeschnitten.

Perspektivlos und ohne ausreichende Unterstützung stehen sie da vor den Trümmern ihres Zuhause, ihrer Zukunft ..

 

Die Kinder Syriens*:

5,5  Millionen vom Krieg direkt betroffen

2 Millionen ohne Schulbildung

2 Millionen benötigen dringende psychische Betreuung

mehr als 20.000 sind ums Leben gekommen

*alle Zahlen sind Berichten von u.a. UNICEF und save the children indternational  entnommen, und betreffen Kinder bis zum 16. Lebensjahr.

Für weitere Eindrücke von den jetztigen Lebenssituationen von syriachen Flüchtlingskindern empfehlen wir** u.a.:

„Kindergeschichten aus Syrien“

http://www.kilianfoerster.de/kindergeschichten.htm

 

 (**ohne Gewähr für Inhalte)